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Softwaretest: AddressAccess Gold

Address Access Gold ist entgegen seinem Namen ein deutsches Produkt. Es ersetzt/erweitert das äußert rudimentäre "Progrämmchen" Cards bzw. Kartei. Im Vordergrund steht hierbei zum einen das Suchen und Sortieren der Karten nach sehr vielfältigen Möglichkeiten, und zum anderen die Erweiterung der standardmäßig vorhandenen Felder. Zum Lieferumfang gehören noch eine Reihe von recht nützlichen bis hervorragenden Hilfsprogrammen.

 

Gut bedient

Der Programmbildschirm gliedert sich in drei Bereiche: Im oberen Bereich wird die aktuelle Karte angezeigt, im mittleren werden alle Karten, die dem aktuellen Suchbegriff entsprechen, einzeilig dargestellt. Unten findet sich eine Tastaturschablone zur Eingabe des Suchbegriffes.

Schnelle Suche

Schon nach der Eingabe der ersten Zeichen des Suchbegriffs erscheinen im mittleren Fenster die Karten, die zu der bisher eingegebenen Selektion passen. Hierduch wird jede Karte schon nach wenigen Zeichen gefunden.

Wild verknüpft

Wird eine Karte ausgewählt, kann diese mit entsprechenden Editoren verändert werden. Für alle oben angezeigten Reiter stehen eigene Editoren zur Verfügung.

Hierbei besticht vor allem die Möglichkeit, Verknüpfungen zwischen Karten aufzubauen. So kann z.B. einer Firmenkarte mehrere Personenkarten zugeordnet werden, die dann übersichtlich gemeinsam angezeigt werden. Innerhalb dieser Darstellung kann dann zwischen den Karten hin- und hergesprungen werden.

In der Übersichtsdarstellung können die Karten einfach markiert und abgelegt werden. Die Markierung wird allerdings nicht automatisch wieder aufgehoben, was ein wenig nervig sein kann.

Unter Extra kann direkt auf die zuletzt verwendeten Karten zugegriffen werden: eine feine Sache!

Beam me up

Was mir besonders gefällt ist die Möglichkeit, die Bilschirmdarstellung auf den entsprechenden Newton einzustellen. So kann der Editor auf einem 2000er vergrössert angezeigt werden. Die Bedienung der Bildschirmtastatur ist somit nicht so "fummelig". Besonders praktisch ist die Möglichkeit mit "Beam me up" die eigene Besitzerkarte als "normale" Adresskarte zu beamen.

   

Speicherverbrauch/Geschwindigkeit

Das Package ist mit 141 KB relativ klein. Das Zusatzmodul zum Druck der Karten als Adressbuch belegt ganze 6 k. Die Geschwindigkeit ist auf einem 2000er sehr gut, auf einem 120/130er befiedigend. Es stehen allerdings einige Optionen in der Konfiguration zur Verfügung mit denen das Programmverhalten auf Kosten des Komforts beschleunigt werden kann. So kann mit <Schnellstart> eingestellt ob das Programm bei einem erneuten Start wieder die zuletzt dargestellte Karte darstellen soll, oder mit einer leeren Anzeige starten soll.

Dokumentation

Das Handbuch umfasst 50 Seiten. Alle Programme (auch die Hilfsprogramme) sind ordentlich und hinreichend beschrieben.

Kompatibilität & Stabilität

Das Programm läuft sehr stabil und hat bei mir nicht einmal ein Problem verursacht. Das Phänomen von "zerschossenen" Soups, die dann nicht mehr gesichert werden können, oder anderem Ungemach den ab und an Programme verursachen die die eingebaute Kartei erweitern, ist nie aufgetreten.

Die Hilfsprogramme

Im Lieferumfang befinden sich eine Reihe von recht nützlichen Hilfsprogrammen: i++ ein Utility zur Manipulation des i-Buttons ist beinahe schon ein Klassiker im Newtonbereich. In das Menü des i-Buttons lassen sich so andere Programme oder Systemroutinen wie Reset oder Hintergrundbeleutung einschalten einbauen. i++ alleine ist schon das Geld für das Komplettpaket wert!

Darüberhinaus gibt es noch Programme, die sich in die Buttonleiste des 2000ers ziehen lassen und recht nützlich sind:

  • Light schaltet die Hintergrundbeleutung an/aus
  • Rec schaltet mit einem Tap die Aufnahmefunktion ein
  • Rotate rotiert den Bildschirm

Was mir noch fehlt

Viel istīs nicht, aber so ein paar Dinge wären fein. Zum Beispiel Verknüpfungen zu Terminen und Notizen wären sehr praktisch. Was die Karte mit 5 verschiedenen Pager-Adressen soll verstehe ich nicht. Eine freie Belegung wäre schöner. Auch eine Möglichkeit eigene Bezeichnungen für Telefonnummern (z.B. Daten oder Leonardo) wäre eine feine Sache (siehe Dateman).

Etwas nervig ist die Registrierung des Programmes über Farbcodes, die im Handbuch abgedruckt sind: "Geben Sie die Farbe des 1. Feldes im 2.Würfel in der dritten Zeile an...". Schöner wäre hier eine "ganz normale" Registriernummer.

Wertung

Bewertung:

Bewertung: 5 von 5
Preis: 99 DM

+ niedriger Preis
+ hohe Geschwindigkeit
+ sehr stabil
+ brauchbare Zusatzprogramme
+ ausführliches Handbuch
- komplizierte Registrierung

Das Programm kann durchaus mit amerikanischen Produkten mithalten. Address Access Gold macht genau das was es soll: eine gute Erweiterung des (von mir) ungeliebten "Karteikastens". Und das in befriedingender bis guter Gschwindigkeit, moderatem Speicherverbrauch, guter Dokumentation und einer Stabilität die vorbildlich ist.

Bezugsquelle / Preis

Leider ist momentan keine Bezugsquelle verfügbar. Der Wenk PADshop in Hamburg scheint keine Webseiten mehr zu betreiben.

Thomas Siekmann

 
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