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Softwaretest HyperNewt

Datenchaos im Notizblock

Die Möglichkeiten, Daten auf einem Newton zu organisieren sind von Haus aus sehr beschränkt. Es gibt lediglich "Ordner" und die auch nur in geringer Zahl. Ein "Power-Newser", der seinen Newton für mehr als nur Termine und Adressen benutzt, stößt schnell an die Grenzen dieser Organisation. Notizen verschwinden in "Nicht abgelegt" und sind nur noch über die "Suchen"-Funktion wieder aufzutreiben.

HyperNewt - es werde Ordnung

HyperNewt bringt endlich vernünftige Strukturen in alle Daten. Die Organisation sieht aus wie auf dem PC. Es gibt zwar immer noch Ordner, aber diese lassen sich jetzt wie Verzeichnisse verschachteln. Diese Strukturen lassen sich eigentlich nur für den Notizblock nutzen. Über einen Trick - die sogenannten HyperLinks - läßt sich aber auf so ziemlich jede Datenstruktur des Newton in den Ordnern verweisen: Sprachaufzeichnungen, Packages, Works-Dokumente, Faxe, Mails, Termine und Anrufe. Auch Daten anderer Applikationen wie MoreInfo oder CigarBox lassen sich einbinden.


So erscheinen HyperLinks im Notizblock

Übersicht über Ordner und Objekte

 

Ablegen einmal anders

Das "ablegen" der verschiedenen Objekte ist leider etwas inkonsistent. Wählt man das Ordnerreiter-Symbol zum Ablegen, so sieht man lediglich die alte Ordnerstruktur. Legt man Notizen auf diese Art ab, landen diese im "Root"-Verzeichnis. Andere Objekte sind einfach nicht sichtbar. Über die Funktion "HyperLink" im Aktions-Menü kann man allerdings einen Verweis auf das momentane Dokument erzeugen. Ganz Mißtrauische, die nicht gleich alle Daten in den Schoß von HyperNewt legen wollen, können also weiterhin die Daten in den alten Ordern ablegen und nur bei Bedarf "linken". So organisiert man z.B. weiterhin alle Adressen in der Kartei, kann aber im Ordner "Firma/Einkauf/Großhandel" HyperLinks auf die entsprechenden Adressen legen. Eine kleine Warnung: die HyperLinks sind etwas einseitig. Löscht man den Link, so stört es das eigentliche Objekt nicht - es ist ja nur ein Verweis. Löscht man das eigentliche Objekt, so stellt HyperNewt erst beim nächsten Anwählen überrascht fest, daß das Zielobjekt gar nicht mehr existiert. Eine Funktion der eingebauten "HyperNewt Utilities" kann aber Nirvana-Links aufspüren und entsorgen.


Auf jedes Objekt kann man sich einen Link legen

Scrollen bis der Arzt kommt

Zum Anzeigen der Notizen wird übrigens eine Erweiterung des Notizblocks angeboten. Statt einfach nur (viel zu weit) hoch oder runter zu scrollen, kann jetzt wenige Zeilen, eine Bildschirmseite oder an den Anfang oder das Ende aller Notizen gescrollt werden. Und selbst das "Schriftstil"-Programm läßt sich über ein kleines Symbol ohne Umwege sofort aufrufen. Das macht andere kostspielige Zusatzprogramme überflüssig.

Von Historien und Linkshändern

Gut durchdacht sind die Einstellmöglichkeiten von HyperNewt. So lassen sich z.B. Objekte einzeilig oder zweizeilig darstellen. Und wer die Scrollpfeile lieber links hätte, wählt einfach die Option "Linkshänder". Wie es sich für eine Newton-Applikation gehört, kann man viele Parameter an seine eigene Bedürfnisse anpassen. Es läßt sich sogar für jeden Ordner einzeln die Sortierreihenfolge angeben - es kann nach Datum, Titel oder Art des Objekts sortiert werden. Die zuletzt verwendeten Objekte kann sich HyperNewt auf Wunsch auch in einer Historie merken.

Fazit

Bewertung:

Bewertung: 5 von 5
Preis: mittlerweile kostenlos
Download

+ durchdachtes Konzept
+ hohe Datensicherheit
+ kostenlos
+ (fast) intuitive Bedienung

HyperNewt ist gut durchdacht, läuft sehr stabil und macht einfach Spaß. Wer seinem Newton mehr anvertraut als nur Termine und Adressen, der wird mit HyperNewt viel Zeit und Nerven sparen. Fazit: dieses Programm ist sein Geld wert. Und wer immer noch meint, die eingebaute Organisation wäre ausreichend, der möge mir bitte alle Adressen, Notizen und Meetngs zu einem Projekt beamen. Das schafft HyperNewt in wenigen Sekunden! Wehe dem, der das "ohne" probiert.

Christoph Haas

 
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