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Softwaretest: NS BASIC
NS BASIC ist eine Implementation der
Programmiersprache BASIC für Newtons. Es beinhaltet eine Erweiterung
des BASIC-Befehlssatzes, die es ermöglicht, alle Newton-Features zu
nutzen.
Die eingebaute Programmiersprache des Newton ist NewtonScript. Programme
lassen sich mit Apple's Newton Toolkit erstellen (mehrere hundert
Mark) oder mit NewtDevEnv von Steve Weyer (Shareware / 60 DM für Studenten,
80 DM sonst). NS BASIC ist eine Entwicklerumgebung, die erstellte
BASIC-Programm direkt in NewtonScript umsetzt. Die Programme können
(wie unter NewtDevEnv) auch ohne PC oder Mac erstellt werden. Durch
den eingebauten WYSIWYG (what you see is what you get)-Editor "Visual
Designer" lassen sich Bedienoberflächen direkt auf dem Newton-Bildschirm
erstellen.
Entwicklerumgebung
Nach dem Starten von NS BASIC landet man im Editor-Fenster.
Dort kann man via Soft-Keyboard (virtuelle Tastatur) oder
über einen an die serielle Schnittstelle angeschlossenen
Desktop-Rechner seine BASIC-Programme eingeben. Hat man vor,
unterwegs zu programmieren, so ist die Benutzung einer externen
Tastatur für den Newton dringend empfohlen. Die Zeilen sind
numeriert von 0001 bis 9999. Eine Renumber-Funktion ist eingebaut,
strapaziert aber bereits bei kleinen Programmen die Geduld
des Programmierers. Da nur wenige Zeilen Quellcode auf einmal
zu sehen sind und keine Scroll-Funktion vorhanden ist, verliert
man schon einmal den Überblick. Ansonsten ist die Oberfläche
einfach gehalten aber gut durchdacht. Alle Standard-Befehle
lassen sich über zwei Menü-Buttons in der Fußzeile abrufen
ebenso wie der GUI-Editor namens...
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Visual Designer
Nach dem Starten des Visual Designers befindet man sich im
Paradies jedes GUI-Designers.
Widgets (Elemente der Benutzeroberläche) lassen sich
einfach erzeugen, vergößern, verkleinern und herumschieben.
Natürlich sieht man sofort, wie die zukünftige
Oberfläche seines Programmes aussehen wird. Allerdings
ist das Ändern der Größe etwas frustrierend, da man den entsprechenden
Punkt pixelgenau treffen muß. Ist der Stift nicht 100%ig
kalibriert, tippt man einige Male daneben. Zieht man den
Punkt zur falschen Seite wirft einem der Newton einen Fehler
an den Kopf oder das Objekt ist unbrauchbar und läßt sich
manchmal nicht einmal löschen. (Laut NS BASIC wird dieser
Fehler umgehend behoben.) Ein Tap auf das Objekt läßt eine
Auswahl der Parameter erscheinen. Endlich muß man sich keine
Protos und Slots mehr merken und kann gleich die Auswirkung
der Änderungen sehen. Unangenehm fallen lediglich die sehr
kleinen Eingabefelder für Werte auf, in denen man eigentlich
mit Schrifterkennung arbeiten könnte, wenn man nur das Feld
finden würde. Hier ist wieder der Griff zur Tastatur gefordert.
Ansonsten macht die Arbeit im Visual Designer großen
Spaß und unterstützt die aktionsgesteuerte Programmierung
(event driven programming). Jeder Aktion läßt
sich direkt eine Subroutine zuordnen. Einfacher kann man
es kaum haben.
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Lieferumfang
NS BASIC wird auf Diskette mit einer Anzahl Beispielprogramme zu
allen Problemstellungen des Newton mit einem 260-seitigen ringgebundenen
englischen Handbuch ausgeliefert, das sowohl zum schnellen Einstieg
als auch zum Nachschlagen gut geeignet ist. Wer noch nie programmiert
hat oder sich mit BASIC nicht auskennt, sollte zumindest ein anderen
Buch zu Rate ziehen. Empfohlen wird auch "Programming for the Newton"
von Schettino und O'Hara vom AP Professional-Verlag zu einem Preis
von $34,95 (ca. 55 DM).
Zusammenfassung
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Bewertung: 4 von 5
Preis: $99
+ angemessener Preis
+ WYSIWYG
+ kein PC/Mac nötig
+ guter Support
+ ausführliches Handbuch
- teilweise unübersichtlich
- nur in englisch
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NS BASIC eignet sich für kleine und mittlere Projekte. Wer sich ein
wenig mit BASIC auskennt, braucht für die grundlegenden Funktionen
lediglich etwas über die Newton-Widgets lernen. Der relativ günstige
Preis, der gute Support und die einfache Programmiersprache läßt jeden
Programmieranfäger eigene Programme erstellen, die er auch als Packages
weitergeben kann. Wer sehr umfangreiche Projekte erstellen muß, wird
sicher auf das NTK ausweichen und Interessenten an NewtonScript werden
sich eher für NewtDevEnv (Steve Weyer) entscheiden. Ansonsten ist
NS BASIC eine fast fehlerfreie Umgebung und garantiert eine brauchbare
und problemlose Entwicklung von Newton-Software.
Christoph
Haas
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